Zwei Tage voller Tipps, Tricks und Tools – Rückblick zum MonitoringCamp

Was passiert, wenn man ein Drittel Monitoring-Tool-Anbieter, ein Drittel Berater und ein Drittel Unternehmensvertreter für zwei Tage an einem Ort versammelt? Die Antwort ist kurz und knapp: jede Menge Austausch und viele spannende Diskussionen. Ich war als Digital Media Woman und gleichzeitig als Anbieterin auf dem ersten MonitoringCamp (09. und 10. November) vertreten und möchte meine Highlights in diesem Beitrag mit euch teilen.

Highlight Nr. 1 war die Location: Das MonitoringCamp a.k.a. #moca12 fand im Attraktor am Hamburger Mexikoring statt. Laut eigenen Angaben der Treffpunkt für Tüftler, Bastler und Technikfans. Auf jeden Fall sehr gemütlich und individuell eingerichtet – Flipper und Kicker fehlten natürlich nicht. Die Organisatoren Stefan Evertz, Stefanie Aßmann und Silke Schippmann schafften es, die Location proppenvoll zu bekommen. Rund 160 Teilnehmer reisten zur sogenannten Unkonferenz mit Monitoring-Fokus.

Check-In beim MonitoringCamp

Check-In beim MonitoringCamp
Foto: Malte Klauck

Tag 1

Nach Check-in und kurzer Begrüßungsrunde durch das Orga-Team ging es los mit Highlight Nr. 2 – der Sessionplanung für Tag 1. Sehr schnell wurde deutlich, dass es wieder viel zu viele spannende Sessions gibt, die parallel laufen. Aber dieser Biss in den sauren Apfel ist sicherlich allen Barcamp-Gängern wohl bekannt und zeigt ja nur einmal mehr, wie spannend und vielfältig das Thema Social Media Monitoring ist.

Im besonderen Fokus standen die Monitoring-Qualität, KPIs sowie Tipps und Tricks zur Toolauswahl. Ebenso wurde der Social Media ROI wieder einmal heiß diskutiert.

Sessionplan MonitoringCamp Tag 1

Sessionplan MonitoringCamp Tag 1
Foto: Malte Klauck

Sehr gut besucht war auch die Rechts-Session mit dem Titel “Social CRM, Social HR & Recht” von Thomas Schwenke. Er erklärte in aller Ausführlichkeit den Unterschied zwischen personenbezogenen Daten, anonymen Daten und pseudonymen Daten und wie diese im Social Media Umfeld einzusetzen sind. Details zum Vortrag können hier abgerufen werden.

Ich selbst hatte auch eine Session mit dem Thema “Kundenerwartungen im Social Web”. Gemeinsam mit den Teilnehmern wurde diskutiert, was Kunden im Social Web wirklich wollen und wie diese Erwartungen derzeit erfüllt werden. Eine aktuelle Studie von Convince & Convert besagt, dass bereits neun Prozent aller Social Media Nutzer eine Reaktion innerhalb von fünf Minuten erwarten. Viele Firmen hingegen setzen hier aber noch keine Prioritäten und reagieren teilweise auch gar nicht, wie eine Untersuchung ergeben hat. Als A und O gilt jedoch, dass Kundenerwartungen auch im Social Web erfüllt werden sollten – darin waren sich alle Session-Teilnehmer einig.

Zeit für Diskussionen & Gespräche im Attraktor

Zeit für Diskussionen & Gespräche im Attraktor
Foto: Malte Klauck

Ausklang von Tag 1 bildeten parallele Sessions rund um Live Stalking, Trends im Social Media Monitoring und die Forderung nach mehr Standards für Social Media. Und dann folgte auch schon Highlight Nr. 4 – die MonitoringCamp Party (Highlight Nr. 3 gilt übrigens insgesamt für alle Sessions von Tag 1). Bei einem exzellenten Catering und passenden Drinks ließen alle Teilnehmer den ersten Tag des Camps noch einmal Revue passieren und hatten genügend Zeit, alle offenen Punkte aus den Sessions bei einem Bierchen ausgiebig zu diskutieren.

Spannende Diskussionen beim Verhandlungskunst-Experiment

Spannende Diskussionen beim Verhandlungskunst-Experiment
Foto: Susanne Ullrich

Tag 2

Und schon war wieder Samstag und das Barcamp startete in den zweiten Tag. Den Auftakt machte unter anderem eine sehr gut besuchte Session, die sich mit Basics zum Thema Monitoring beschäftigte. “Was ist Monitoring überhaupt?”, “Und wie setze ich Monitoring ein?” waren Fragen, die unter anderem in der Gruppe geklärt wurden. Parallel lief eine Session mit dem Titel “Experiment Verhandlungskunst”, in der sich die Teilnehmer auf die Farbe der Firmenfahrzeuge einer fiktiven Firma einigen mussten. Das Experiment war auf jeden Fall eine riesen Gaudi und wird sicherlich bei dem ein oder anderen Barcamp wieder einmal ausprobiert.

Absolutes Highlight von Tag 2 bildete der Battle der Monitoring Tools (= Highlight Nr. 5). Insgesamt acht Anbieter hatten jeweils zehn Minuten Zeit, anhand des Use Case “Movember” die Oberfläche und Ergebnisse ihres Social Media Monitoring Tools zu präsentieren. Den Auftakt machte Brandwatch, es folgten Marketing Cloud, uberMetrics, VICO, Talkwalker, blueReport, na media Sonar und BuzzRank. Nachdem alle Tools ihre Erkenntnisse vorgestellt hatten, rauchten bei den Teilnehmern die Köpfe. Aber der Großteil der Teilnehmer war dankbar, in so komprimierter Form einen Eindruck aller Tools zu bekommen. “Was ich jetzt in anderthalb Stunden gesehen habe, hat mir zwei volle Tage bei der Messe gespart”, war eines der Feedbacks in der Battle-Nachsession.

In einem separaten Raum war während des gesamten MonitoringCamps eine Tool-Teststrecke aufgebaut, in der die diversen Monitoring-Anbieter nach Lust und Laune selber ausprobiert werden konnten. Äußerst spannend und damit Highlight Nr. 6. Nach einer anschließenden Session zum Thema “Kostenlose Tools”, neigte sich das MonitoringCamp auch schon der Abschlussdiskussion und damit dem Ende entgegen.

Und damit bin ich auch schon am Ende meiner Zusammenfassung angelangt und darf nun noch Highlight Nr. 7 verkünden: Es wird eine Fortsetzung des MonitoringCamps geben!

Einige der in diesem Blogpost verwendeten Fotos stammen von Malte Klauck. Vielen Dank dafür! Ein großes Dankeschön gilt auch dem MonitoringCamp Orga-Team, die diese Veranstaltung zu einem besonderen Event gemacht haben, das positiv im Gedächtnis bleibt!

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8 Antworten zu "Zwei Tage voller Tipps, Tricks und Tools – Rückblick zum MonitoringCamp"

    • Hallo Christian,

      Dein Artikel gefällt mir sehr gut. Und die Frage “Zuviel Technik?” wurde wirklich heiß diskutiert. Letztendlich sollte immer die richtige Mischung aus Mensch und “Maschine” gelten. Denn in Social Media geht es ja schließlich um die Kommunikation zwischen Menschen. Technik, und da sind wir wieder beim Thema Monitoring, kann jedoch eine essenzielle Unterstützung dafür liefern.

      Bin gespannt, wie sich diese Gespräche bei den nächsten MonitoringCamps weiterentwickeln :)

      Schöne Grüße
      Susanne

  1. Liebe Susanne
    Super Bericht. Ausführlich und wirklich interessant. Es war toll das wir endlich einmal die Chance hatten uns von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Umso mehr da unsere Kollaboration und Gedankenaustausch virtuell ja schon einiger Zeit statt findet. Endlich konnte ich mich bei Dir auch bedanken für die Hilfe…. in Sachen Social Media Monitoring (deine Gedanken fanden Platz in meinem letzten Buch).
    Schade das ich Deine Session über Verhandlungskunst verpasst habe. Aber dies war eigentlich mein grösstes Problem am MonitoringCamp, die Wahl der Qual oder welche Session man besuchen wollte. Meistens waren es gleich 2 oder sogar 3 zur gleichen Zeit die alle spannend waren und dann musst man sich für eine entscheiden.
    Danke für diesen tollen Bericht. Urs

    • Hallo Urs,
      freut mich, dass Dir der Beitrag gefällt! Oh ja, so ein Treffen in der Realität ist immer etwas anderes… auch wenn wir leider vor lauter Sessions leider nicht allzu viel Zeit für Austausch hatten. Aber es wird ja noch BarCamps und Gelegenheiten geben. Und dann sicherlich auch wieder eine Session zum Thema Verhandlungskunst :)
      Liebe Grüße
      Susanne

  2. [...] “Kundenerwartungen im Social Web” (siehe auch den Bericht der Kollegin drüben bei den Digital Media Women; Sessionzusammenfassung folgt in den nächsten Tagen) sowie den aktuellen Stand der Gremienarbeit [...]

  3. [...] Coach-im-Netz Attraktor Kommunikation Zweinull BlueReport Brandwatch StefanKlix 3C-Blog Digitalwomen Tonrabbit Kehrseite [...]

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