Cat-Content und Hasstiraden – und was sonst noch los war auf dem Community Camp

Digital Media Woman Gina Fiedler war auf dem Community Camp in Berlin und gibt einen Nachbericht. Ihr könnt Gina auf Twitter folgen: @kamikaetzelein

Disclaimer: Gina arbeitet im Bereich Social Media bei beebop media ag und betreut dort unter anderem yourfone.de als Kunden.


Marzipantorte zum 5. Geburtstag des #ccb

Die Marzipantorte zum 5. Geburtstag des #ccb
Foto: Gina Fiedler

Mein erstes Community Camp liegt nun also hinter mir. Und ich muss sagen: Ich bin begeistert!

Bereits zum fünften Mal fand das #ccb12 in Berlin am 27. und 28. Oktober in der cimdata Medienakademie statt. Dies wurde auch ordentlich mit einer riesigen Marzipantorte direkt zu Beginn des Camps gefeiert.

Kulinarisch gab es auch sonst, dank der vielen Sponsoren, nichts zu beklagen, und es könnte dem Barcamp Hamburg den Rank des Fresscamps durchaus streitig machen.

Thematisch verlor ich mich am Samstag fast nur in Sessions, die das Thema des blauen Riesen zum Schwerpunkt hatten, worüber ich  mich im Nachhinein erst ärgerte, dann aber mitbekam, dass es allen Anderen eigentlich genau so erging. Facebook war auf dem #ccb12 also allgegenwärtig.
Auf Facebook eine ordentliche Community zu erbauen, ist aber mal nicht so easy. Vor dem Problem standen wir in einigen Sessions immer wieder. In der Session “Social Media Strategiefelder” von Björn Negelmann diskutierten wir über die Communities, die niemand – Ausnahmen bestätigen die Regel, wie zum Beispiel Lemonaid oder auch yourfone.de (ja ich weiß, ich war auch für yourfone.de da, aber ich weiß ja, was ich da tu) – weiß, was er mit der Sammlung von Fans dann eigentlich erreichen will bzw. wie er seine Ziele mit der Anhäufung von Fans, die auf ein iPad geiern, erreichen kann.
Kurz fühlten wir uns ein wenig elitär, weil uns allen klar war, wie die Lösung aussieht, zwei Gedanken später aber holte uns die Realität wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. In den meisten Fällen gibt es ja noch Kunden und Marketingabteilungen und durchaus Menschen, die das Thema Social Media noch nicht so inhaliert haben und evtl. auch nie werden.

All flickrd out – Cat Content
Foto CC-BY-SA flickr-User zenera

Noch eine Klatsche kam dann direkt im Anschluss vom @herrsteller. Er hasst uns nämlich alle. Weil wir so arrogant sind. Zu recht. Ich bin dann also wieder unten. Er hasst auch Cat-Content.

Ich hasse Cat-Cotent ebenfalls. Aber ich weiß auch, dass ich ihn benötige. Ganz ohne Cat-Cotent bekomme ich meine relevanten Inhalte nicht in den sichtbaren Bereich meiner Communities. Schuld ist der verhasste EdgeRank, dessen Formel man sich nur zusammen raten kann und den wir vermutlich alle hassen, denn nur seinetwegen posten wir dann diese niedlichen kleinen Tierchen, die sich in Herzform zusammengelegt haben… Ach ich liebe Cat-Content manchmal dann ja doch. (Den Nudeltag hab ich aber ignoriert – ich habe nichts passendes gefunden.)

Interessant in der Session “Cat-Content vs. Echte Inhalte” von Digital Media Woman Melanie Gömmel vom WWF war dann auch genau diese Problematik. Umfragen auf der Seite haben ergeben, dass die Fans mehr relevanten Inhalt vom WWF lesen möchten. Die Postings zum Thema Gebäudesanierung aber interessierte dann doch interaktionsmäßig niemanden.

Mein Fazit dazu habe ich direkt auf Twitter verfasst: 

Leider wurde relativ wenig über das #ccb12 getwittert. War auch hier auf Facebook mehr los?

Insgesamt habe ich aber ein gutes Gefühl nach dem #ccb12, was meine Marschrichtung im Social Web angeht. Ich habe viele interessante Gespräche geführt und mich austauschen können.

An alle Community Manager: Lasst euch das nächste Community Camp nicht entgehen!

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